Ausbreitung des Getreideanbaus, Entwicklung der Landwirtschaft
Vor etwa 12000 Jahren begann der homo sapiens einige Tiere und Pflanzen zu manipulieren. Sie domestizierten zuerst Weizen und Ziegen. D.h. Sie säten Weizen, gossen die Saat, jäteten Unkraut und weideten die Ziegen. Sie erwarteten sich dadurch mehr Ertrag.
Dies war der Beginn der landwirtschaftlichen Revolution.
Vor 7000 Jahren siedelten diese Ackerbauern bereits in Mitteleuropa und verbreiteten sich in den Jahrtausenden danach in Europa. In Regionen mit fruchtbaren Lössböden bauten sie rund um ihre Langhäuser Einkorn und Emmer an. Ihre Tiere trieben sie zum Weiden in den Wald. Manchmal hatten sie noch Jäger und Sammler als Nachbarn.
Noch heute beziehen wir über 90 % unseres Kalorienbedarfs von einer Handvoll Pflanzenarten.
Die Landwirtschaft hat sich an verschiedenen Orten entwickelt. Die chinesischen Bauern domestizierten Reis, Hirse und Schweine, die Menschen in Mittelamerika Kartoffel und Lamas, Nordamerika Kürbisse, Neuguinea Zuckerrohr und Bannen, Westafrika Hirse, Reis und Weizen.
Nicht alle Pflanzen lassen sich domestizieren.
Bei meinem Aufenthalt in Australien fand ich aber folgende Hinweise, die erklärten, dass die Aborigines schon viel früher Getreide hatten.
Der älteste Mahlstein stammt angeblich von der Fundstelle “Cuddie Springs” – Südost-Australien. Das Datum wurde mit ca. 27.000 Jahren angegeben. Die archäologischen Ausgrabungen sollen belegen, dass in dieser Gegend auch schon primitiver Getreideanbau stattgefunden hat, diese Aussage ist jedoch von europäischen Wissenschaftlern sehr umstritten, da die Getreidesorten in Australien nicht heimisch waren. Ist dies ein Grund?
Otto Schöffl



