Mühlen anderswo …
Mühlen anderswo …
Im Zuge meiner letzten Urlaubsreise nach Griechenland auf die Halbinsel Mani sind wir auf eine der letzten traditionellen Ölmühlen am Peloponnes gestoßen. Sie befindet sich 50 km südlich von Kalamata im Zentrum des kleinen „Bergdorfes“ Thalames mit etwa 120 Einwohnern.
Bei unserem Besuch haben wir die sympathische und engagierte Betreiberin Yvonne Samstag kennengelernt die uns u.a. das betriebswirtschaftliche Konzept erklärte.
Die Herstellung des Olivenöles erfolgt nur mit Produkten aus der Umgebung. Es wird ausschließlich mit der sich vor Ort befindlichen Steinmühle gearbeitet. Alle (strengen) behördlichen Vorgaben werden eingehalten.
Die Vermarktung erfolgt zum Teil vor Ort im Shop, zum größten Teil jedoch online über einen Logistikstandort in Deutschland. Abnehmer sind privaten Kunden, ausgewählte Feinkostläden und die gehobene Gastronomie.
Auszüge aus der Homepage von Morea Olivenöl:
… das Land
Hinter den Bergen des Taygetos, an dessen Ausläufern im Süden des mittleren Ausläufers der mythenumwobenen griechischen Halbinsel Peloponnes, liegt die Mani – ein wilder, ursprünglicher Landstrich, geprägt von unwegsamen steinigen Hängen, durchbrochen von Terrassen und fruchtbaren Ebenen die sich zum Meer hin ergießen. Hier wachsen silbern schimmernd die Olivenbäume umringt von Kräutern und Sträucher die das Landschaftsbild prägen. Der teils karge Untergrund erscheint auf den ersten Blick denkbar ungeeignet für den Olivenanbau, dabei sind es gerade die kargen kalkhaltigen Böden die der Olivenbaum liebt.
Nicht umsonst gilt die Mani weltweit als eines der besten Produktionsgebiete für Olivenöl und das schon seit der Antike.
… über uns
Unsere Mühle ist eine der letzten verbliebenen traditionellen Steinmühlen auf dem Peloponnes bzw. in Griechenland. Bis vor 30 Jahren war dies der weltweite Standard der Olivenölgewinnung und somit die Fortsetzung einer tausend Jahre alten Tradition. Diese Mühlen sind heutzutage weitestgehend verschwunden.
Nur die Selbstvermarktung unseres Olivenöls ermöglicht den Fortbestand dieses alten Handwerks der traditionellen Presskunst.
… die Ernte
Ganz nach Jahresverlauf und Reifegrad der Oliven beginnt die Ernte zwischen Anfang bis Mitte November und endet teils erst im Februar des Folgejahres. Geerntet wird jeden Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sowie es das Wetter zulässt. Dementsprechend läuft auch die Mühle fast Tag und Nacht. Um die beste Qualität zu erhalten, müssen die Oliven so frisch als möglich nach dem Ernten zur Mühle gebracht werden um dort zeitnah weiterverarbeitet zu werden. Je frischer die Oliven verarbeitet werden, desto niedriger ist der Säuregehalt des Öls. Letztlich ist der Geschmack entscheidend.
Resümee: Ohne persönlichen Einsatz und ohne einen Betriebskonzept, abgestimmt auf eine Zielgruppe, werden traditionelle Herstellungsmethoden nicht überleben.
Hans Baumgartner






